Peinliche Einteilungsscheiße

Mich nervt diese peinliche Facebook-Google-Werbeindustrie-Einteilungsscheiße!

Meine Generation hätte ein Problem damit, sich zugehörig zu fühlen, heißt es in Text über Text. Nein! Die Zugehörigkeit ist (zum Glück) nicht mehr so simpel fass- und abgrenzbar. Ich fühle mich keiner Nation, Region, Religion, keiner Zielgruppe (sic! fuck!) zugehörig; sondern denjenigen unter den Menschen, denen ich begegne, mit denen es einen Austausch gibt, von denen ich etwas lernen kann und/oder an die ich einen Gedankensprung weitergeben kann, mit denen ich den Moment teilen und genießen kann. Das sind nicht Wenige, das ist nicht auf ein Land, eine Region, eine Arbeitsstelle, eine Marke oder sonst worauf beschränkt, das kann einem Menschen überall und immer passieren.

Aber der Markt braucht Zielgruppen, denen es Produkte andrehen kann, von denen die Zielgruppe bis vor Kurzem noch gar nicht wusste, dass es sie gibt – geschweige denn, dass es sie bräuchte. Und trotzdem wird’s gekauft, weil man seine Zugehörigkeit ja in konsumierten Waren ausdrücken muss… oder noch rückständiger in Flaggen oder Kreuzen… Menschheit des Jahres 2018 nach unserer Zeitrechnung: Das ist peinlich!

PS: Am ehesten noch irgendwas zwischen Hippie, Punk, Blueser und Flaneur; aber keinen Bock, das in Klamotten oder sonstigen Konsumeinheiten auszudrücken – geschweige denn in stereotypisierter Ausdrucks- und Handlungsweise.

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