Leben und Leben lassen

Leben und leben lassen, würde ja gehen.
Man müsste nur nach dem Nachbarn sich dreh’n,
mal hinsehen und sagen:
Sprich, kann man dir helfen?
und dann auch mal wagen
ihn dasselbe zu fragen:
Sprich, kannst du mir wohl helfen?
Würde gehen. Würde sogar Spaß machen vielleicht.
Sich gut anfühlen. Doch der Mensch, ewig frei
lebt lieber seicht, für sich allein,
und vertreibt sich die Zeit,
indem er sich selbst sehr, sehr leid tut
und findet das gut.
Aber nur Mut, schau mal trotzdem vorbei,
ich schenk dir ein bisschen von meiner Zeit,
und vielleicht, nur vielleicht,
fühlt sich’s auch gut an zu dritt oder zweit.
Wir würden wohl merken: Ist doch noch nicht vorbei,
wir können hier noch friedlich sein.
Dann gehen wir auch mal in andere Leute hinein,
sagen denen, was wir grade erproben
und laden sie ein, mit uns zu geloben,
Das, was gut und richtig erscheint,
kann auch ernst gemeint sein.
Wir sagen denen, wie wir das machen,
nämlich indem wir gemeinsam lachen,
gemeinsam bauen und gemeinsam erschaffen,
sogar auf Kinder und Alte aufpassen,
indem wir miteinander reden
über gutes im Leben
und unsrem Nächsten
auch ein Stück davon geben,
indem wir uns eben nicht überheben,
sondern mit ihm in seinem Sinne streben.
Und vielleicht, nur vielleicht,
wird das ein schönes Erleben.
Weil wir Welten erschaffen,
statt einander zu hassen
weil wir nicht zulassen
dass Lichter in Herzen verblassen
sondern anzünden, was geht
weil’s sich so angenehm lebt,
wenn jemand hinter mir steht.

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