Kundennummer im Dialog mit Untersuchungsausschuss

Ich frage gerne „Glaubst du an Zeit?“

Um meine Kraft gut zu verwalten,
bin ich für jede Antwort allzeit bereit.
Ich brauche Erklärungen für zeitliche Weite,
gerne auch das Universum beinhalte ,
doch nicht recht glauben will
dies schreibt all unsere Weile.
Ich frage gerne, glaubst du an Zeit?
Auch weil ich nicht wissen kann,
wieviel mir davon noch bleibt.

Ich glaube man hat alle Zeit dieser Welt
und hat keine Sekunde zugleich.
Man ist schneller als alles, was groß ist, vorbei.
Und hier gibt es die Zeit.
Doch wie groß ein Moment für das Große in mir,
was in Langweiligkeit eine Strophe kreiert?
Hier gibt es keine Zeit.

Passt ein Moment in die Zeit?
Woran läuft sie während eines Momentes vorbei?
Läuft sie weiter, wie schnell? und bleibt sie stehen?
Wie schnell kann eine Sekunde vergehen?
Ich will vermeiden zu nennen, wie wir Menschen sie messen,
denn ich weiss doch, ich kann jederzeit die Zeit vergessen.

Kein Moment passt in messbare Zeiten hinein,
er trägt in sich die Welt, immer alles zugleich.
Willst du ihn fassen, so musst du die Welt erst entzweien
hier hast du dann Zeit, hier steht alles allein.
Nun findet die Welt in Bezügen noch statt
Und wie lang Zeit vergeht hängt vom Hindernis ab.
Wo es nah ist, dort läuft sie uns langsam, bleibt stehen
und lässt uns millionen Momente erleben.
Wo wir ewig uns wähnen, dort vergeht sie wie Nichts
und das Lebensmoment wird zum Augenblick.

Ich fragte dich „glaubst du an die Zeit?“
Deine Worte gehen jetzt ganz schön weit.
Ich brauche etwas Zeit, um deine Zeilen
nicht nur zu lesen, auch zu begreifen.
Sprechen darüber lässt sich am besten zu zweit,
ich fühle ja auch wie Zeit Wunden verheilt.
Weite braucht Weile, das habe ich verstanden,
der große Zusammenhang zwischen dem, was du sagst
hängt mit vielen meiner Gedanken zusammen.
Wenn du sagst, der Bezug macht die Zeit:
Heisst das, wenn ich mich groß fühle,
denke ich auch weit?
Ich möchte dieses Gespräch in diesem Moment noch nicht beenden,
doch brauche was Zeit, damit sich neue Informationen verbinden!

Ich glaube, ein Leben, egal wie klein,
fühlt sich ebenso lang an wie meins,
weil‘s Überleben heißt.
Was deins groß werden lässt ist das Wissen vom Sein,
dieser Fixpunkt ist deiner? Dann denkst du wohl weit.
Deine Frage fragt mich noch was andres derweil:
Vielleicht ist jeder von uns selbst ein bisschen die Zeit?
Ein Gedankenmoment ist an Zeiten gebunden,
doch je weiter, je schneller in sich selbst verschwunden,
desto größer und tiefer wird sein Wert erscheinen,
denn dann nimmt Zeit Raum in dir ein.

Wenn ich selbst auch die Zeit bin,
bin ich wohl noch sehr klein,
kurz oder langsam?
Zu viele Fragen zugleich.
Vielleicht sollte ich beginnen, am Fixpunkt, an dem ich stehe,
ich glaube noch daran, meine eigene Zeit kann nur ich verstehen.
Um zu wachsen, zu weiten und weiter zu schreiten,
sollte ich mich selber fragen:
Glaube ich an die Zeit?

Ich schrieb zweimal ‚Ich glaube‘ am Anfang vom Vers,
denn die Antwort zur Zeitfrage ist immer auch Scherz,
Ich glaube niemand wird jemals in Gänze begreifen,
welches wir als Wahrhaftigkeit immer nur streifen.
Zeit ist innen wie außen
nicht immer verwandt
und ihrer Natur nach
meist unerkannt.
Zeit ist immer vorhanden, denn alles hat Zeit
Sie ist immer verschieden, von Geist zu Geist
Wer Zeit hat, hat Ruhe
und der, der ihr entweicht
beginnt eine Suche
für die Zeit niemals reicht.

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