FiktionsWahrheiten dichten Reime…

Sind sie zu stark bist du zu schwach dachte sich da wer

der sich schon immer für den größten Schwimmer

im Becken der blendenden Hechte gehalten hat

ein fisherman’s friend der nichts von jedem

doch vor allem sich selbst im Auge behält

statt Schulterklopf Schuppen gestrotzt

den Abglanz im Wasser fischmundig geküsst

Kopfsprung mit Inhaltsschwund galant ausgeführt

stolz die Flosse gespannt und eingetaucht

entgeistert ringeln sich die Wellen im Kreis

und die Schnitte des goldenen Rei verlieren

in der Tiefe an Beidem: Ufer und innere Blüte

 
Narzissen

Das Ego ohne Alter

macht sich mit der allzu glatten Oberfläche bekannt

Dreist gescheit ausgeklügelt und doch verrannt

konzentriert sich Kraft lediglich auf das
was ihr selbst den besten Vorteil verschafft

zurecht gedreht durchdacht sitzt jeder Schritt im Zug

der Bahn des gezogenen Zahns Uneigennutz

Nerv um Nerv abgewickelt und erstickt steigert

reduzierte Empathie das Vermögen im Speicher der Selbstliebe

das Dach bis zum Platzen aufgeblaßen
selbstbeweihraucht und zufrieden benebelt

bis der Schein zu blass

die Nacht naht

und der Verstand sich’s bequem macht ()

noch einmal den Scharfsinn getätschelt und weitergeträumt


Im Innern zerissen

Wahrheit badet sich in Einsamkeit

schon fängt’s an zu schäumen

hinter Weiten übergreifend- fest verwachsener Persönlichkeiten

die Sehnsucht nach nem Dein passiert feste Schranken stummer Schreie Unzufriedenheit

und so kullern leise Tränen des selbst manifestiertenPodest hinab

ins Loch des doppelten Bodens

Haltlos die Ansprüche in Höhen gedreht

denen man von diesem Winkel aus gesehen

unmöglich auch nur annähernd begegnet

Ruhelos sinnschwere Unzufriedenheit haftet an wie

anderen der Neid, wobei dieser hier

höchstens als Randphänomen mit einzubeziehen,
denn wer sich für den Größten hält,

wird sich unter allen anderen immer am Überlegensten sehen,

doch auch diese Blase platzt irgendwann und

markiert das Ende des schönen Trugs,

 Vergänglichkeit taucht auf indess Ästhetik den Grund
der wirklich wertvollen Werte aussiebt

 
In jedem geschichtet

Neigungen

Sie besteigen den Thron des Gemeinen

das in jedem steckende Streben was sich da kühl kalkuliert

den Nutzen maximiert und an selbstverherrlichenden

Hängen empor-geigt, folgt weitestgehend dem (auf)oktroyierten

Kult um das beträchtliche,

so produziert die Pflege des Selbst

ausreichend Dämpfung im Gefecht der Meinungsbilder,

Bedürfnis die einmal geweckt verdecken tatsächliche Nöte

wie hässliche Schilder,

insofern läuten die Osterglocken nicht nur im Stillen

Der Klang läuft in sämtlichen Untertönen mit und

verändert die Potenz des individuellen Willens,

dank des kollektiven Orientierungsprinzip

begünstigt Verblendung die Zerstreuung der Vielfalt,

Narzissen längst keine Seltenheit und
Hechte gezüchtet, ausgestellt und aneinandergereiht…

 

QuerSchnitt

 
Zwischen Menschen umgeben von Angst

steht das Menschliche im Weg und stellt die Wand

Kongruenzen.
Unsichtbare Unerkannte verlieren den inneren Prozess
gesetzte Sanktion: der Tellerrand
Obschon erfahrbar da Überwindung
die Grenzen des Selbst beherrschen kann
sitzt Wahrnehmung tief und der Ritt zu fest
im Sattel der drüber fliegenden Wirklichkeitsbahn

Schlafwandelnd wird weiter getaumelt
entlang des empfundenen Grades Verstand
die Richtung der Grund einer Unbekannten
im Labyrinth des konstruierten Gut(s) an Gedanken

Zeitgeisterzeit

Aber du siehst sie doch?
Sag erkennst du sie nicht?
Hörst du sie? Hörst du sie reden?

Sie Irrlichter n umher
und verrichten ihr Werk
gehegt, gepflegt begossen und einmal erwachsen
gibt’s nichts was ihrer Veräußerung im Wege steht

Kraft Gewalt voll hallt’s
kalt berechnet exakt und genau
der Takt isch geschickt eingefädelte
Wagen an überfrachteten Ladungen der Organisation
schwer bepackt und gnadenlos geführt
sind’ dabei immer noch die Passagiere selbst
die zumindest die Wahl haben zu stürzen

Zwischen Menschen umgeben von Angst
steht das Menschliche im Weg und stellt die Wand

Kein Anfang kein Ende
beide ziehen an einem Strang
wie der Rattenschwanz sich im Kreis des Kollektivs verbeißt
eröffnet das Lager der Zwänge die Tore der Welt
diese schweigt verbittert und dreht trotzig weiter
an ihrem instrumentalen Szenenlaufwerk
die Drähte hinter Rechenautomaten versteckt verlinkt verkauft

sämtliche Differenzen oder kontra Tendenzen
werden um die Ecke gelenkt zu recht gebogen
und die Rädchen immer auf einander abgestimmt
Erziehung der Massen mit geschulter ResignationDer Boden der Freiheit die eingezäunt zermatschte Manege
gestiftet von Sponsoren
da blitzt sie auf die Leuchtreklame:

Sieht her, tretet näher,
willkommen ist jeder wenn der Zirkus einlädt
zum peitschenden Tanz der Völkerrechte
das Geld schlägt Purzelbäume
und im Schatten des Rampenlicht
stehen die gehetzten Domteure
dressierter Nationenvertreter

Aber du siehst sie doch!
Sag erkennst du sie nicht?
Hörst du sie? Hörst du sie reden?
Sie Irrlichter n umher
und verrichten ihr Werk
gehegt, gepflegt begossen und einmal erwachsen
gibt’s nichts was ihrer Veräußerung im Wege steht

Der historisch betrachtet schon immer
undurchbringbare Fadenschein der bereinigten Fakten
vermag sich in der Gegenwärtigkeit bisweilen
nicht mal in die Reichweite des Begreifens zu beeilen
die Enge des Systems gespannter denn je

zu drückend schwer die Woge der Volksinfantilerie
sie wiegt zu viel für’s kritische Denken
das dabei gurgelnd untergeht
das Geistesgut passe

Und die kleine Hexe?

Spielt jetzt Orakel und zaubert ne Bedrohung in’s Land
schon geschieht’s:
Ein dutzend weiterer unangenehmer Gesetze verschwinden
abgesegnet im Morast der aufgeweichten Demokratie

Zwischen Menschen umgeben von Angst
steht das Menschliche im Weg und stellt die Wand

Die illusorische Natur des Denkens
bloßes Ergebnis einer (bereits) vollendeten Apparatur
deren Funktionsweisen verständlich jedoch
zu beschränkt auf Analysen der Konsequenz

das Verständnis der wahren Mechanik
immer noch unzulänglich, scheinbar unzugänglich
Subtil gezielt die adäquate Methode
den Regress der Manipulation noch um einiges weiter zu ziehen
statt den Karren aus dem Dreck indem er mindestens seit 200 geklärten Jahren steckt

Kulturpessimismus hin oder her, dass worum es sich hierbei dreht
nennt sich Hamster im Rad des Hommagen-Gelages an all dieDichter, Philosophen und Lenker erfahrungsgestützten Denkens
deren Ertrag entscheidende Früchte unsrer Entwicklung trug
seitdem sich scheinbar aber an immerselber Stelle aufgehalten wird
zahlreiche Erkenntisgewinne umschmeicheln den Forscher
und benebeln doch seine Sinne

Wege obschon unendlich in ihren Möglichkeiten
landen immerfort in der Mitte
hier gilt’s einzuhalten
und sich mit dem zu beschäftigen
was den Kegel in Position bewegt

Nein!
Man sieht sie nicht
Man kann sie nicht erkennen,
Man glaubt was zu hören
und versteht doch nichts
man schließt die Augen, man schließt die Ohren
bis man endlich sein eigener Fremder ist
Sie reden sie reden und hören nicht auf
Und weiter?
Man schweigt und verrichtet ihr Werk

 

 

Nicht zu fassen wie leicht Frust in den Tassen den Durst löscht

 

Warum fragst du mich ohne zu kapieren
das du dich selbst als Antwort betrachtest
ich das Obdach, du die Ohnmacht
ohne oben stehenden Teil von sich
Du gibst dich mir hin
weil du glaubst
dich auf dem Bild meiner Scheibe zu sehen
Doch du vergisst das
das was du siehst
nichts anderes ist als
unterstellt geklaute Wahrnehmung
die verlernt hat zu gehen

Wo konventionelles
in originelles verwandelt,
Komik in die Tragik der Dramatik
propagiert, einsortiert und neu umwandelt wird,
scheint kein begründetes Da zu Sein
um hier und dort mal einzuhalten

neue Raster hören nicht auf zu kreieren,
Utopien stilisieren sich
und zerbrechen schließlich
am Abgrund der Stigmatisierung

Du flatterst, stürzt ab und verlierst plötzlich als Sieger
Dein Exzess Ich entsteht
und dir bleibt nichts übrig als
zu wieder und gegen gekehrten Gründen
abzuwägen

was nichtig was nicht
dich eventuell zum Mittelpunkt deiner selbst macht,
schwer kracht die erdachte Liebe zu Gefallen
nimmt dir alle Luft des Ballons: Verschnauf mal ein Weilchen!
Und wie der Hund aufm Weibchen
irgendwann explodiert,
den Samen rausschießt und infiltriert
mutierst du Dank dieser aufkeimenden Distanz
zum Grandios Erlösten Kranken

Stellt sich nur noch die Frage nach der Diagnose,
schwierig für nen brav konsumierend agierenden
Bio genießenden Treuevertreter
(dessen eigentlicher Fehler letztlich nur im Identitätsverlust liegt),

In Sachen moralischen Verfasstheit völlig entledigt
schaust du mich an und beginnst dann endlich
mir dein Leiden am so getauften Burn-Out-Syndrom zu erklären:

Synonyme Symptome
stimmen symptomatisch laut überein
mit dem Chor deiner gesellschaftlichen Musst-have Laune
die der Maler Mediale Präsenz
in die Top 20 seiner Landschaftsaquarelle einfügt

wo Selbstdarstellung schon an ihrem Höhepunkt zu sein stecken glaubt
Lügt er noch nen Strich mit dem Pinsel drauf,
aufgenommen im Club Lifestyle für Businessgestresste
ist schnell das Idol Psycho gezeichnet

bis der Farbtopf aufgebraucht

Burn- Out dich mit einem Mal mehr Burnt als umhaut
die Fassade deines Schaustellhauses zerfällt
indess die Ohnmacht dich fest in den Armen hält
dein Spiegelbild grüßt und stellt fest:

Es ist die Antwort selbst
die dir ein Obdach vorlügt

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